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Wasserstoff-, Autogas-, HVO100- und Erdgastankstellen in ganz Europa
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fuelling station
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Wir beschränken uns nicht nur auf die Kraftstoffversorgung mit mineralischem Diesel oder Benzin. Neben Elektromobilität bieten wir weitere umweltschonende Kraftstoffe wie Wasserstoff, Autogas und Erdgas an. Auch AdBlue zur Reduzierung der Stickoxide gewinnt an Bedeutung und kann selbstverständlich mit der DKV Card bezogen werden.
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Erdgas (LNG/ CNG) und Autogas (LPG) im Vergleich

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Vergelichsgrafik Alternative Kraftstoffe

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Vorteile von LNG und CNG

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  • Erdgas ist preiswerter als Diesel (steuerliche Begünstigung)
  • Der Tankvorgang dauert nicht länger als bei Benzin- oder Dieselbetankungen
  • Motorengeräusche werden reduziert
  • Der Ausstoß von Schwefeldioxid-, Ruß-, und anderen Partikeln wird fast vollständig vermieden
  • Erdgas verursacht bis zu 23 Prozent weniger CO₂
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FAQ – CNG & LNG für Flotten und Nutzfahrzeuge
Was sind fossiles CNG und fossiles LNG?

Fossiles CNG (Compressed Natural Gas) und fossiles LNG (Liquefied Natural Gas) sind Kraftstoffe aus Erdgas, überwiegend Methan. Sie werden in Pkw, leichten Nutzfahrzeugen, Bussen und Lkw eingesetzt.

  • CNG: komprimiertes Gas, 200–250 bar.
  • LNG: verflüssigtes Gas bei ca. –162 °C, deutlich höhere volumetrische Energiedichte.
Unterschied zu Bio-CNG/Bio-LNG:
  • Fossiles Gas stammt aus Erdgaslagerstätten, Biomethan aus biogenen Rohstoffen.
  • Technisch kompatibel mit denselben Fahrzeugen.
  • Treibhausgasbilanz (Well-to-Wheel) deutlich unterschiedlich: Biomethan ist deutlich klimafreundlicher.
Wie werden fossiles CNG und fossiles LNG hergestellt?
  • Erdgasförderung (konventionell oder unkonventionell, z. B. Fracking).
  • Aufbereitung: Entfernung von Wasser, CO₂, Schwefelverbindungen und Kondensaten, um Gasnetz- und Kraftstoffnormen zu erfüllen.
Welche Einsatzbereiche sind für fossiles CNG/LNG üblich?
  • CNG: Stadt- und Regionalverkehr, Stadtbusse, Verteilerverkehr, teils leichte und mittelschwere Nutzfahrzeuge.​
  • LNG: Schwerlast-Fernverkehr, lange Relationen mit hoher Tagesfahrleistung, wo die höhere Energiedichte Reichweiten von grob 700–1.200 km pro Tankfüllung.​
Kann in jedem CNG-/LNG-Fahrzeug fossiles Gas getankt werden?
  • Serienmäßige CNG-/LNG-Fahrzeuge sind grundsätzlich für fossiles Erdgas ausgelegt, sofern dessen Qualität den einschlägigen Normen entspricht; entscheidend sind jedoch die Freigaben und möglichen Einschränkungen des jeweiligen Herstellers.​
Welche Reichweiten sind mit fossilem LNG im Lkw-Betrieb typisch?
  • LNG Lkw: ca. 800–1.200 km, abhängig von Tankgröße, Beladung, Fahrstil und Topografie.

Bio-LNG und Bio-CNG tanken

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Bio-LNG (Liquified Natural Gas) ist ein Flüssiggas, das aus biologischen Abfällen wie landwirtschaftlichen Reststoffen, organischem Abfall und Klärschlamm gewonnen wird. Es eignet sich besonders gut für den Schwerlastverkehr.

Bio-CNG (Compressed Natural Gas) ist komprimiertes Biomethan und eignet sich besonders für PKW und kommunale Fahrzeuge

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Vorteile von Bio-CNG und Bio-LNG

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  • Mit 100% Bio-CNG können im Vergleich zu fossilem CNG bis zu 90% und mit 100% Bio-LNG im Vergleich zu fossilem LNG bis zu 87% an CO₂e-Emissionen eingespart werden (Well-to-Wheel).
  • Bio-LNG preislich unabhängig vom Erdgaspreis, was zu einer deutlich höheren Preisstabilität führt.
  • Das Betanken mit Bio-CNG und Bio-LNG dauert nicht länger als das Tanken von Benzin oder Diesel
  • Fahrzeuge, die mit Bio-LNG betrieben werden, erzeugen etwa 75% weniger Motorengeräusche im Vergleich zu Dieselfahrzeugen
  • Im Vergleich zu Dieselfahrzeugen reduziert Bio-CNG und Bio-LNG die Freisetzung von Feinstaub um etwa 95%. Zudem wird der Ausstoß von Schwefel und Stickoxiden nahezu vollständig vermieden

Sie suchen eine Tankstelle in Ihrem Umkreis, an der Sie als DKV Mobility Kunde {{"link": "https://www.dkv-euroservice.com/DKVMaps/#stationfinder", "linkStyle": "default", "linkTitle": "Bio-CNG", "linkType": "external", "aria-label": "Bio-CNG", "linkLabel": "Bio-CNG", "target": "_self"}} oder {{"link": "https://www.dkv-euroservice.com/DKVMaps/#stationfinder", "linkStyle": "default", "linkTitle": "Bio-LNG", "linkType": "external", "aria-label": "Bio-LNG", "linkLabel": "Bio-LNG", "target": "_self"}} tanken können? DKV Maps zeigt Ihnen die nächste Stelle in Ihrer Nähe für Bio-CNG und Bio-LNG.

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FAQ – Bio-CNG & Bio-LNG für Flotten und Nutzfahrzeuge
Was genau sind Bio-CNG und Bio-LNG?

Bio-CNG (Compressed Biomethane) und Bio-LNG (Liquefied Biomethane) sind erneuerbare Kraftstoffe aus Biomethan gemäß EN 16723-2[1]. Bio-CNG ist gasförmig und komprimiert (200-250 bar), Bio-LNG verflüssigt (–162 °C) und besonders energiedicht. Beide Kraftstoffe ermöglichen eine sehr hohe CO₂e-Reduktion von bis zu 90 % (Bio-CNG) bzw. bis zu 87 % (Bio-LNG) im Well-to-Wheel-Vergleich gegenüber ihren fossilen Pendants CNG bzw. LNG. („Well-to-Wheel“ = gesamte COe₂-Bilanz von der Rohstoffgewinnung bis zum Antrieb).

[1] EN 16723-2: Erdgas und Biomethan für die Verwendung im Verkehr und Biomethan zur Einspeisung in das Erdgasnetz – Teil 2: Kraftstoffspezifikation für Fahrzeuganwendungen. Europäische Norm, CEN, Brüssel.

Wie wird Bio-CNG/Bio-LNG hergestellt?
  1. Vergärung organischer Stoffe zu Biogas
  2. Aufbereitung zu Biomethan (CO₂-Abtrennung, Reinigung, Trocknung)
  3. Weiterverarbeitung:
  • Kompression → Bio-CNG
  • Verflüssigung → Bio-LNG
Aus welchen Rohstoffen werden Bio-CNG und Bio-LNG hergestellt?
Hauptsächlich aus organischen Abfall- und Reststoffen wie Bioabfall, Gülle, Mist, landwirtschaftlichen Reststoffen, organischen Industrieabfällen und teilweise Klärschlamm. Energiepflanzen spielen in Deutschland nur noch eine untergeordnete Rolle.
Wie viel CO₂e lässt sich mit Bio-CNG und Bio-LNG einsparen?
  • Mit reinem Bio-CNG: bis zu 90 % weniger CO₂e als fossiles CNG
  • Mit reinem Bio-LNG: bis zu 87% weniger CO₂e als fossiles CNG

Es ist abhängig von Rohstoffmix und Produktionsprozess.

Sind Bio-CNG/Bio-LNG-Fahrzeuge motorisch kompatibel?
Ja, serienmäßige CNG- und LNG-Fahrzeuge können Biogas technisch nutzen. Freigaben liegen u. a. von Herstellern wie Volvo, MAN, Scania und Iveco vor. Herstellerfreigaben sind zu beachten.
Welche Vorteile bietet Bio-CNG/Bio-LNG im Flottenbetrieb?
  • Hohe CO₂e-Reduktion (Well-to-Wheel)
  • Keine Fahrzeuganpassungen nötig
  • Nutzung vorhandener CNG-/LNG-Infrastruktur
  • Politische Förderung und THG-Quote steigern Wirtschaftlichkeit
  • Sofort einsatzbereit
Reicht die Reichweite von Bio-LNG für Langstrecken?
Ja, die Reichweite ist vergleichbar mit Diesel und deutlich höher als bei Bio-CNG aufgrund der höheren Energiedichte (bis zu 1.200 km).

Vorteile von Autogas (LPG)

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  • Autogas ist deutlich günstiger als Benzin oder Diesel
  • Bei der Verbrennung entstehen deutlich weniger Schadstoffe
  • Geringe Abgasemissionen
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FAQ – LPG (Autogas)
Was ist LPG?
LPG (Liquefied Petroleum Gas) ist ein flüssiges Gasgemisch aus Propan und Butan, das als Kraftstoff in Pkw, leichten Nutzfahrzeugen und Sonderfahrzeugen eingesetzt wird. LPG steht unter moderatem Druck flüssig zur Verfügung und lässt sich daher einfach speichern und tanken.
Welche Vorteile hat LPG gegenüber Benzin?
  • Saubere Verbrennung → weniger Ruß, Feinstaub und Stickoxide (NOx)
  • Geringere CO₂-Emissionen (ca. 10–15 %) gegenüber fossilem Benzin
  • Hohe Oktanzahl → schont den Motor
  • In der Regel günstigerer Kraftstoffpreis als Benzin
  • Für viele Benzinfahrzeuge nachrüstbar (Dual-Fuel)
Wie wird LPG hergestellt?
  • PG entsteht als Nebenprodukt bei der Erdölraffination sowie bei der Erdgasaufbereitung
  • Propan und Butan werden getrennt, gereinigt und aufbereitet
  • Unter Druck bleibt LPG flüssig, was Lagerung und Transport erleichtert
Welche Rohstoffe werden verwendet?
  • Erdöl
  • Erdgas
Welche Vorteile bietet LPG?
  • Rund 10–15 % geringere CO₂e-Emissionen gegenüber Benzin
  • Deutlich geringere Schadstoffemissionen
  • Längere Lebensdauer von Motor und Motoröl
  • Meist günstiger Kraftstoffpreis
  • Große Fahrzeugbasis durch Nachrüstbarkeit
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FAQ – Wasserstoff (H₂) für Mobilität und Nutzfahrzeuge
Was ist Wasserstoff (H₂) und wofür wird er genutzt?

Wasserstoff ist ein chemisches Element und ein vielseitiger Energieträger. Er wird vor allem in:

  • Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) genutzt, die Strom direkt aus Wasserstoff erzeugen, und
  • perspektivisch ab Serienstart 2025/2026 in Wasserstoff-Verbrennungsmotoren (H₂-ICE).

Bei Brennstoffzellenfahrzeugen entstehen keine lokalen CO₂-Emissionen und kaum Schadstoffe.
Bei Wasserstoff-Verbrennungsmotoren kann in geringen Mengen Stickoxide (NOx[1]) entstehen.

Wie wird Wasserstoff produziert?
  • Elektrolyse: Spaltung von Wasser in H₂ und Sauerstoff (O₂) durch Strom (AEL, PEM, SOEC – verschiedene Elektrolysetechnologien)
  • Dampfreformierung (SMR): Erdgas-basiert (grau/blau) - liefert grauen oder blauen Wasserstoff.
  • Biogene Pfade: z. B. Vergasung von Biomasse. Liefert CO₂-Einsparungen, ist aber aktuell kaum wirtschaftlich und regulatorisch noch nicht standardisiert.
Welche Rohstoffe werden benötigt?
  • Wasser (für Elektrolyse)
  • Strom, idealerweise aus Wind, Solar oder Wasserkraft
  • Erdgas (für grauen/blauen H₂)
  • Biogene Reststoffe (für Pyrolyse/Gasifizierung)
Welche Vorteile bietet Wasserstoff als Kraftstoff?
  • Null lokale Emissionen; bei grünem H₂ nahezu klimaneutral
  • Hohe Reichweiten, besonders für Lkw (350 bar)
  • Hohe Nutzlast im Vergleich zu Batterielösungen
  • Leise und vibrationsarm
  • Besonders geeignet für schwere Nutzfahrzeuge, Busse und Logistik
HVOMaps
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Karte unserer HVO100-Stationen

Hier finden Sie {{"link": "https://eur02.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F5y276w4b&data=05%7C02%7CChristian.Lion%40dkv-mobility.com%7Cc38bc5810cae42d3921408dcaa28181b%7Cfa95d8fb91364762a379498f791d864a%7C1%7C0%7C638572336379982705%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=v4zcK2EtJe5D%2BzfXZEMMKlCqBdlbY6wLnaJlFtjBndU%3D&reserved=0", "linkStyle": "default", "linkTitle": "eine Karte unserer HVO100-Stationen", "linkType": "external", "aria-label": "eine Karte unserer HVO100-Stationen", "linkLabel": "eine Karte unserer HVO100-Stationen", "target": "_blank"}} (aktuell ca. 2.600 in Europa [Stand: Dezember 2024]). Sie suchen eine Tankstelle in Ihrem Umkreis, an der Sie als DKV Mobility Kunde Autogas HVO tanken können? DKV Maps zeigt Ihnen die nächste Stelle in Ihrer Nähe. In der EU gibt es 5.000 HVO-Tankstellen, davon 2.755 im DKV-Netzwerk.

Wichtig: Dies ist eine vorgefilterte Karte. Bitte setzen Sie keine weiteren Filter, um weiterhin nur HVO100-Stationen angezeigt zu bekommen. Nutzen Sie zur Navigation und Steuerung bitte die Zoom-Funktion.

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Anwendungsmöglichkeiten von HVO

HVO bietet flexible Einsatzmöglichkeiten: Es kann als Beimischung (z.B. HVO20 oder HVO30) in Dieselkraftstoffen oder als reiner Kraftstoff (HVO100) verwendet werden.

Als Drop-In-Lösung ist es direkt in Fahrzeugen nutzbar und somit eine ideale Lösung für bestehende Fahrzeugflotten. HVO erfüllt (mit Ausnahme der Dichte) die DIN 590 für Dieselkraftstoffe. Die meisten Fahrzeuge benötigen keine Anpassungen am Motor oder den Verteilersystemen.

HVO100: Umweltfreundlicher Kraftstoff für moderne Motoren

HVO100 und andere reine paraffinische Kraftstoffe gemäß DIN EN 15940 können größtenteils ohne Probleme in neueren Dieselmotoren eingesetzt werden.

Viele Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen oder Diesel-Pkw haben HVO100 für ihre Motoren freigegeben.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren jeweiligen Fahrzeughersteller.

Vergleich mit herkömmlichem Diesel

Der Verbrauch von HVO gegenüber fossilem Diesel ist nahezu identisch. Auch wenn HVO zumeist preislich etwas teurer als herkömmlicher Diesel ist, kann dieses jedoch einen finanziellen Vorteil bieten, wenn Sie für Ihren Auftraggeber nachweislich nachhaltiger fahren müssen.

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Vorteile von Hydrierten Pflanzenölen (HVO)

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  • Verringerte Treibhausgasemissionen von bis zu 90 % über den gesamten Produktlebenszyklus (Well-to-Wheel), sowie reduzierte Geräusch-, Stickoxid-, Feinstaub-, Kohlenstoffdioxids- und Kohlenwasserstoffemissionen
  • Winterfest und kältebeständig bis -22°C
  • Deutliche reduzierte Rußentwicklung bei der Verbrennung
  • Resistent gegen Keimbildung und den Befall mit Mikroorganismen (Dieselpest)
  • Kaum feststellbare Alterung im Vergleich zu fossilem Diesel
  • Weitestgehend kompatibel mit vorhandenen Systemen, daher keine Auf- oder Umrüstung von Fahrzeugen nötig
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FAQ – HVO (Hydrotreated Vegetable Oil)
Was ist HVO100?

HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) ist die umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Dieselkraftstoff gemäß EN 15940[1], hergestellt aus 100% hydrierten pflanzlichen Ölen, tierischen Fetten oder Abfallstoffen. Es ist chemisch nahezu identisch zu fossilem Diesel, aber deutlich klimafreundlicher und sofort einsetzbar ohne Umbauten am Fahrzeug.

[1] Europäische Norm, die Anforderungen an Paraffin-basierte Dieselkraftstoffe (FAME-freie, synthetische oder Hydrotreated Vegetable Oils, HVO) definiert. Sie legt Qualitätskriterien für Zusammensetzung, physikalische Eigenschaften und Leistung fest, um eine sichere Nutzung in Dieselaggregaten zu gewährleisten.

Wie wird HVO100 hergestellt?
  • HVO100 entsteht durch Hydrierung: Öle und Fette werden unter hohem Druck und hoher Temperatur behandelt.
  • Dabei werden Sauerstoff und ungesättigte Stoffe entfernt, sodass ein stabiler, sauberer Kraftstoff entsteht.
Welche Rohstoffe werden genutzt?
  • Hauptsächlich gebrauchte Speiseöle (UCO = Used Cooking Oil)
  • Tierische Fette
  • Abfall- und Reststoffe aus Industrie & Lebensmittelproduktion
  • Pflanzenöle (Raps, Sonnenblume – reguliert)
  • Das über die DKV Card verfügbare HVO100 ist RED-II-zertifiziert[1] und wird ohne Palmöl oder Palmöl-Derivate hergestellt.

[1] Renewable Energy Directive II & III: Europäische Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien, die Qualitätsstandards für biogene Kraftstoffe und deren Nachweis regelt. Eine RED II- oder RED III-Zertifizierung bestätigt, dass ein Kraftstoff nachhaltig produziert wurde und Treibhausgasemissionen reduziert, wodurch er für Quotenregelungen oder Förderprogramme anerkannt wird.

Kann mein Diesel-Fahrzeug HVO100 nutzen?
  • Technisch ist HVO für die meisten modernen und viele ältere Dieselmotoren geeignet – in der Praxis treten in der Regel keine Leistungseinbußen auf.
  • Maßgeblich sind jedoch die Vorgaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers.
Benötige ich eine Herstellerfreigabe?
  • Eine Herstellerfreigabe ist rechtlich nicht erforderlich. Jedoch gilt es die Garantiebedingungen des Herstellers zu beachten.
  • Viele Hersteller haben HVO100 explizit freigegeben: Volvo, Scania, MAN, Daimler Truck, Iveco, VW, Deutz.
Welche Vorteile bietet HVO100?
  • Bis zu 90 % geringere CO₂e-Emissionen (Well-to-Wheel), abhängig von Rohstoffen und Herstellungsweg
  • Sofort einsetzbar als Drop-in-Fuel, keine Umbauten oder Anpassungen nötig
  • Saubere Verbrennung, weniger Ruß, geringer Geruch, ruhiger Motorlauf
  • Hohe Motorverträglichkeit, auch bei älteren Fahrzeugen
  • Nutzung von Abfall- und Reststoffen

Weitere alternative Kraftstoffe:

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FAQ – Bioethanol & ethanolhaltige Kraftstoffe (E5, E10, E85)
Was ist Bioethanol?
Bioethanol ist ein flüssiger, alkoholbasierter Kraftstoff (C₂H₅OH). Er wird aus Pflanzen wie Zuckerrohr, Mais, Weizen oder Zuckerrüben hergestellt. Dabei werden die Zucker fermentiert und anschließend destilliert, um Kraftstoffqualität zu erreichen.
Ist Bioethanol ein E-Kraftstoff?

Bioethanol ist ein erneuerbarer, pflanzenbasierter Kraftstoff. E-Fuels hingegen werden meist künstlich aus CO₂ und Wasserstoff hergestellt (Power-to-Liquid, d. h. mit Strom aus erneuerbaren Energien).

→ Bioethanol gehört zu den Biokraftstoffen. Synthetische E-Fuels werden in der EU als RFNBOs (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) bezeichnet.

Welche Bioethanol-Kraftstoffe gibt es im Straßenverkehr?
  • E5: enthält bis zu 5 % Bioethanol – für fast alle Benzinfahrzeuge geeignet, auch ältere Modelle.
  • E10: enthält bis zu 10 % Bioethanol – weit verbreiteter Standardkraftstoff in der EU, für alle Benzinfahrzeuge mit Baujahr ab 2012 und die meisten älteren Beninfahrzeuge ebenfalls geeignet.
  • E85: enthält bis zu 85 % Bioethanol – nur für Fahrzeuge, die speziell dafür gebaut sind (sogenannte Flex-Fuel-Fahrzeuge, FFV)
Wie wird Bioethanol hergestellt?
Bioethanol wird aus Pflanzen hergestellt. Zucker oder Stärke werden zuerst aufbereitet, dann fermentiert und anschließend destilliert. Danach wird Bioethanol entweder direkt ins Benzin gemischt (E5/E10) oder als reiner Kraftstoff genutzt (E85).
Welche Rohstoffe werden eingesetzt?
  • Zuckerrohr
  • Mais
  • Weizen
  • Zuckerrüben
  • Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie (z. B. Molke, Zuckerabfälle)
Wie klimafreundlich ist Bioethanol?
  • E10: typischerweise 2–5 % WTW-CO₂e-Reduktion gegenüber rein fossilem Benzin, abhängig von Rohstoff, Anbau und Herstellungsverfahren des eingesetzten Bioethanols – das entspricht in etwa dem jährlichen CO₂e-Ausstoß einer kurzen Autofahrt pro Woche.
  • E85:  60–80 % WTW-CO₂e-Reduktion bei nachhaltiger Herstellung gemäß EU-Zertifizierung (abhängig von Rohstoff, Anbau und Herstellungsverfahren)
Welche Vorteile haben Flottenkunden durch die Nutzung von Bioethanol gegenüber rein fossilem Benzin?
  • Verbesserte CO₂e-Bilanz
  • ESG-Reporting-Vorteile
  • Beitrag zu gesetzlichen Klimazielen
FAQ – Biodiesel (FAME)
Was ist Biodiesel (FAME)?
Biodiesel, auch FAME (englisch: Fatty Acid Methyl Esters) genannt, ist ein biogener Dieselkraftstoff aus pflanzlichen Ölen oder tierischen Fetten. Er entsteht durch einen chemischen Prozess, bei dem Öl oder Fett mit Alkohol (Methanol) umgesetzt wird. Biodiesel erfüllt die europäische Qualitätsnorm EN 14214 und kann – je nach Fahrzeugfreigabe – rein oder als Beimischung zu Diesel genutzt werden.
Kann Biodiesel mit fossilem Diesel gemischt werden?
Ja. In Europa ist B7 Standarddiesel (7 % Biodiesel, 93 % fossiler Diesel). Für bestimmte Fahrzeuge sind auch höhere Mischungen wie B20 bis B100 zugelassen – aber nur mit Herstellerfreigabe.
Welche Vorteile bietet Biodiesel?
  • CO₂e-Reduktion von 50–70 % gegenüber fossilem Diesel (Well-to-Wheel)
  • Flächendeckend verfügbar
  • Biologisch abbaubar und weniger umweltgefährdend
  • Geringerer Rußausstoß
  • Kann regional produziert werden → stärkt Landwirtschaft und Versorgungssicherheit
Wie wird Biodiesel hergestellt?
  • Biodiesel entsteht durch eine chemische Umesterung:
  • o   Pflanzliche Öle oder tierische Fette werden mit Methanol umgesetzt
  • o   Ein Katalysator beschleunigt die Reaktion
  • o   Nebenprodukt ist Glycerin (z. B. für Pharma oder Kosmetik)
Welche Rohstoffe werden verwendet?
  • Rapsöl (Hauptrohstoff in EU)
  • Altspeiseöle (z. B. Frittierfette)
  • Tierische Fette (Kategorie 1 & 2)
  • Sonnenblumenöl oder andere Pflanzenöle
  • Soja- und Palmöl (In der EU stark eingeschränkt)
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